A2-Motorräder: Was du fahren darfst und welches Bike zu dir passt
Mit dem A2-Führerschein bist du längst nicht auf ein kleines Einsteigermotorrad festgelegt. Die Auswahl reicht vom leichten Naked Bike bis zur gedrosselten Mittelklasse. Entscheidend sind drei Grenzwerte und die Frage, was du mit dem Motorrad vorhast.
Das darfst du mit A2 fahren
Ein Motorrad ist A2-tauglich, wenn es diese drei Bedingungen erfüllt:
Leistung: höchstens 35 kW, also rund 48 PS.
Leistungsgewicht: höchstens 0,2 kW pro Kilogramm. Bei vollen 35 kW muss das Motorrad also mindestens 175 kg wiegen.
Ursprungsleistung: Ein gedrosseltes Motorrad darf ab Werk höchstens 70 kW haben, also rund 95 PS.
Der Hubraum spielt keine Rolle. Ein A2-Motorrad kann also auch deutlich mehr als 500 ccm haben, solange die drei Werte passen.
Den A2-Führerschein kannst du ab 18 Jahren machen.
Offen oder gedrosselt?

Du hast zwei Wege: ein Motorrad, das serienmäßig innerhalb der A2-Grenzen liegt, oder eine stärkere Maschine mit Drossel.
Serienmäßig A2-tauglich ist die einfache Lösung. Du musst nichts umbauen und nichts umtragen lassen. Die Motorräder sind oft leichter und günstiger, und ihr Motor ist auf diesen Leistungsbereich ausgelegt.
Gedrosselt ist sinnvoll, wenn du das Motorrad nach dem Aufstieg auf Klasse A behalten willst. Modelle wie die Yamaha MT-07 oder die Kawasaki Z650 gibt es in A2-Ausführung. Nach dem Aufstieg kannst du die Drossel entfernen und die höhere Leistung eintragen lassen. Dafür fallen Kosten für Teile, Werkstatt und Eintragung an. Sie unterscheiden sich je nach Hersteller, frag also vor dem Kauf nach.
Die beliebtesten A2-Motorräder 2026
Bei der Leserwahl der Zeitschrift MOTORRAD haben 2026 rund 47.000 Menschen abgestimmt. In der Klasse bis 48 PS lagen diese Modelle vorn:
BMW F 450 GS: Zweizylinder mit 48 PS, 19-Zoll-Vorderrad, auch für leichtes Gelände gedacht
Triumph Speed 400 / Scrambler 400 X: Einzylinder mit 40 PS, die Speed 400 wiegt 170 kg und kostete im März 2026 ab 5.645 Euro
Aprilia RS 457 / Tuono 457: 48 PS, wenig Gewicht und sportliches Fahrverhalten
Honda CB 500 Hornet / CBR 500 R: Als robust bekannt, ab 2026 optional mit E-Clutch
KTM 390 Duke / RC 390: Drehfreudiger Motor, gute Bremsen und sportliche Sitzposition
Eine Leserwahl zeigt, was beliebt ist, aber nicht, was zu dir passt. Setz dich deshalb auf mehrere Modelle. Sitzhöhe, Gewicht und Lenkerposition merkst du nach ein paar Minuten besser als in jedem Datenblatt.
Welcher Typ passt zu dir?
Naked Bike: Der Allrounder für Stadt und Landstraße, zum Beispiel Honda CB 500 Hornet oder KTM 390 Duke.
Reiseenduro oder Scrambler: Aufrechte Sitzposition und mehr Federweg, gut für lange Touren und Schotter, zum Beispiel BMW F 450 GS oder Triumph Scrambler 400 X.
Sportler: Viel Fahrspaß in Kurven, aber weniger Komfort im Alltag, zum Beispiel Aprilia RS 457 oder Honda CBR 500 R.
Retro: Klassische Optik mit moderner Technik, zum Beispiel Triumph Speed 400.
Darauf achtest du beim Gebrauchtkauf
Ein gebrauchtes A2-Motorrad kann eine gute Wahl sein, besonders wenn du es nur für zwei Jahre brauchst. Prüfe vor dem Kauf vor allem diese Punkte:
Fahrzeugpapiere: Stehen dort die 35 kW? Eine eingebaute Drossel allein reicht nicht, sie muss auch eingetragen sein.
Ursprungsleistung: Prüfe bei gedrosselten Motorrädern immer die Leistung der offenen Version. Liegt sie über 70 kW, darfst du das Motorrad als neuer A2-Fahrer nicht fahren.
Unterlagen zur Drossel: Lass dir geben, was zum Umbau gehört, etwa Rechnung, Gutachten und ausgebaute Teile.
Sturzspuren: Einsteigermotorräder fallen öfter um. Kontrolliere Hebel, Fußrasten, Lenkerenden und Verkleidung.
Wartung: Serviceheft und Rechnungen zeigen, wie das Motorrad gepflegt wurde.
Vorsicht bei gedrosselten Big-Bikes

Motorräder mit mehr als 70 kW Ursprungsleistung sind für neue A2-Fahrer tabu. Das gilt auch dann, wenn sie auf 35 kW gedrosselt wurden.
Eine Ausnahme gibt es nur für alle, die ihre Klasse A2 zwischen dem 19. Januar 2013 und dem 26. Dezember 2016 erworben haben. Sie dürfen solche Motorräder weiter fahren, aber nur in Deutschland.
Im Ausland drohen laut ADAC hohe Strafen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Nach einem Unfall kann außerdem die Haftpflichtversicherung Regress nehmen, und die Kaskoversicherung zahlt unter Umständen nicht oder nicht voll.
Von A2 auf A: So funktioniert der Aufstieg
Wenn du die Klasse A2 seit mindestens zwei Jahren hast und mindestens 20 Jahre alt bist, kannst du auf Klasse A aufsteigen. Du brauchst dafür nur eine praktische Prüfung, die Theorieprüfung entfällt. Ohne A2 ist der Direkteinstieg in Klasse A erst ab 24 Jahren möglich.
Nach dem Aufstieg stellt sich die nächste Frage: Drossel raus oder neues Motorrad?
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Dieser Beitrag wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz überarbeitet.